12-Klass-Spiel „Verbrennungen“ | 18.07.2012

12 Klass Spiel "Verbrennungen"

12 Klass Spiel "Verbrennungen"

Sich die Finger verbrennen, oder gar den Mund – Gedanken zum 12-Klass-Spiel „Verbrennungen“

Ein Stück über den Libanon wie er war – und bis heute in einigen Teilen immer noch ist; ein Stück über Gerechtigkeit und Moral, die Suche nach den eigenen Wurzeln, den Islam und das Christentum, die Eltern-Kind-Beziehung, die Familie und über unvorstellbare Grausamkeit und Gewalt in Worten und Taten.

Ein Stück über die Welt wie sie war – und bis heute immer noch ist, wir müssen nur wegsehen, um uns etwas anderes glauben zu machen.

Die 12. Klasse zwang uns hinzusehen – verstörend, tief getroffen, berührend, schockierend, abstoßend, sind wohl einige der Gefühle, mit denen sie uns aus dieser Theaterschau entließ.

Warum sich die 12-Klässler so etwas antun – und uns, ob sich Rudolf Steiner wohl im Grabe umdrehen würde…?

Weil es die Aufgabe der Jugend ist uns zu erinnern, was wir mit 18 im Herzen trugen, mit welchen Ideen wir in die Welt zogen. Und uns zu überprüfen wohin sie von dort aus gewan-dert sind – in unsere Köpfe und im besten Fall in unsere Taten??

Einen großen Dank an die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse, die sich in so kurzer Zeit an ihre Figuren heranwagten und durch das Tun des Theaterspielens (und nicht durch langes Reden über die Figuren) sich und uns die erstaunlichen Facetten des Lebens zeigten. Und einen ebenso großen Dank an Herrn Barrett und unsere Schule, die nicht um Rudolf Steiner fürchteten – er liegt neben der Hauptfigur und blickt zu den Sternen…

Lilo Bielz-Erman (E 12, 9, 9)