Ein Jahresrückblick – Wir wünschen fröhliche Feiertage! | 20.12.2012

weihnachtskarte

Liebe Schulgemeinschaft,

was für ein Herbst geht nun in die wohlverdienten Weihnachstferien. Wir haben sehr deutlich gemerkt, dass Schule weit mehr als nur die tägliche Hülle fürs schulische Lernen bietet. Fast mehr als Lernraum zeigte sich unsere Schule in diesem Herbst deutlich auch als Lebensraum.

In nicht chronologischer Reihenfolge angefangen von Wirtschaftssymposium, Treffen vieler Lehrerkollegen aus fast allen Berliner Waldorfschulen, internen und öffentlichen Monatsfeiern, einer Jubiläumsgala, 12.Klasspiel, Martins- und Christopherusspielen der 3. und 2. Klasse, 8.Klassarbeiten, Verabschiedung der alten und Begrüßung des neuen GF, einer Zirkusgala, einer Zirkuswoche und einer Zirkustournee, Tag der offenen Tür, Schule im Museum, Feuerwerk, Martinsmarkt und Adventsgärtlein, die Einführung eines neuen Mittelstufenkonzepts, Einschulung und Einzwergung, Schulpleni,2 Mitgliederversammlungen, Konferenzen, Mediationen, Arbeitskreistreffen, eine Vielzahl von Elternabenden – und wenn Sie diese Zeilen lesen auch das Christgeburtsspiel– all dies und all das viele nicht genannte machen deutlich, dass wir als Schulgemeinschaft vielmehr als nur ein Zweckbündnis mit dem Ziel einer bestmöglichen individuellen Förderung unserer Schüler und Schülerinnen sind.

Wir sind eine Lebensgemeinschaft auf Zeit und wie im rein privaten kommt es auch hier manchmal zu Interessenkollisionen, zu unterschiedlichen Sichtweisen, zu persönlichen Sympathien und Antipathien.

Nach einem sehr turbulenten 2011 hat aber 2012 gezeigt, dass wir, nicht nur im Feiern, uns mit den eben genannten Nebenwirkunken gut arrangieren und nach vorne schauen können und dass das unsichtbare goldene Band und viele Werte uns Halt und Orientierung geben können.

Ohne jetzt zu sehr die saisonale Moralität anzurufen wünsche ich uns allen daher weiterhin ein Besinnen auf unsere Gemeinsamkeiten, Ruhe, Gelassenheit und vor Allem Vertrauen.

Wir gehen nun in die 12 heiligen Nächte, die auch dieses Jahr glücklicherweise wieder komplett in den Ferien liegen.

Rudolf Steiner sagte in seinem Vortrag heute, am 21. Dezember vor 101 Jahren in Berlin:

„Wieder…stehen sie da, diese zwölf heiligen Nächte, wie aus den verborgenen weisen Seelentiefen der Menschheit festgesetzt, wie wenn sie sagen wollten: empfindet alle Tiefe des Christenfestes; aber versenkt euch dann während der zwölf heiligen Nächte in die heiligsten Geheimnisse des Kosmos! … nur, wenn die Menschheit den Willen haben wird, sich inspirieren zu lassen durch den Gedanken an den heiligen kindlichen Gottesursprung des Menschen, sich inspirieren zu lassen von jener Weisheit, welche in die zwölf Kräfte, in die zwölf heiligen Kräfte des Universums dringt, die symbolisch dargestellt sind in den zwölf Zeichen des Tierkreises, die sich aber nur in Wahrheit darstellen durch die spirituelle Weisheit – nur wenn die Menschheit sich vertieft in die wahre spirituelle Weisheit und der Zeiten Lauf erkennen lernt im großen Weltall und im einzelnen Menschen, nur dann wird zu ihrem eigenen Heile die Menschheit der Zukunft, durch Geisteswissenschaft befruchtet, die Inspiration finden, die da kommen kann von dem Jesu-Geburtsfest zum Eindringen in die zuversichtlichsten, hoffnungsreichsten Zukunftsgedanken.“

Erstveröffentlichung Berlin 1913, GA 127 (1989), S 215 ff.

Die Redaktion wünscht ein gesegntes, besinnliches und erholsames Weihnachtsfest und viele zuversichtliche Gedanken für 2013

Detlev Dösch ( E 3 / 9 / 11 / 13 )