Förderunterricht
Kurz zusammengefasst lässt
er sich beschreiben als die Förderung und Schulung der Eigenaktivität
des Kindes im Wechselspiel von Sinneserfahrung, Bewegung, seelischem Erleben
und Denken.
Das kleine Kind erfasst im Tun, über das unermüdliche Wiederholen wahrnehmend und nachahmend den eigenen Körper wie auch die Gegenstände, den Raum und die Sprache. Die heutigen Lebensumstände (wie z.B. die Reizüberflutung, Schnelllebigkeit, mangelnde Naturerlebnisse) erschweren es dem Kinde zunehmend, sich diese grundlegenden Fähigkeiten im Verlaufe der Vorschulzeit ausreichend anzueignen.
Sie sind aber die Voraussetzung für das viel abstraktere Erlernen der Schrift — Erfassen der Buchstabenformen und deren räumliche Gestaltung auf dem Blatt — bzw. der verschiedenen Rechenoperationen. Denn nur wenn der Mensch in seinem Körper ganz zuhause ist, beherrscht er sein "Instrument" in der richtigen Weise und kann damit frei für kreatives Lernen und soziales Miteinander sein.
Die Maßnahmen des Förderunterrichts bestehen nun darin, in der Unterstufe diese Fähigkeiten spielerisch zu entdecken und gezielt zu üben. Dazu wird eine sogenannte "Extrastunde" mit jedem Kind der 2. Klasse durchgeführt.
Sie dient als Wahrnehmungsfeld und zeigt die sensomotorische Entwicklung und die Lernvoraussetzungen des Kindes an. Differenziertes Tastempfinden, Wohlbefinden, Freude an sinnvoller Bewegung und Geschicklichkeit, sowie äußeres und inneres Gleichgewicht sind die Voraussetzung für richtiges (Zu-)Hören, Sprechen und Denken, wie auch dafür, das Gegenüber, den anderen Menschen, wahrzunehmen.
Förderunterricht
Förderung und Schulung der Eigenaktivität des Kindes im Wechselspiel von Sinneserfahrung, Bewegung, seelischem Erleben und Denken