Pressemitteilung Wirtschaftssymposium

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Jubiläumswoche der Emil Molt Gemeinschaft Berlin anlässlich der 60-Jahr-Feier der Emil Molt Schule, Berlin / Zehlendorf, ein voller Erfolg!
Pressemitteilung, 26.09.2012
Wirtschaftssymposium Emil Molt Schule/Akademie © Christiaan Lidorp

Wirtschaftssymposium Emil Molt Schule/Akademie © Christiaan Lidorp

Es ist vollbracht: Eine wunderschöne, interessante und sehr anrührende Jubiläumswoche an der Emil Molt Schule geht zu Ende. Nach der schulinternen Feierstunde zum 60. Schulgeburtstag mit Luftballonstart, Eurythmiemärchen „Das Waldhaus“ der Gebrüder Grimm für die Schulstarter, Wirtschaftssymposium „Waldorf trifft Wirtschaft“, Waldorfpädagogischer Open Space-Konferenz und Zirkusvorstellung des schuleigenen Zirkus Molto Vitale erlebte die Jubiläumswoche am Wochenende seinen Höhepunkt. Unter dem Motto „Das Goldene Band“ zeigten alle Klassen, welche Bedeutung und reale Auswirkung die 13 gemeinsamen Werte der Emil Molt Gemeinschaft im Alltag haben.

Einen würdigen Abschluss fanden die Jubiläumsfeierlichkeiten mit der Abendgala in der Schulaula, dem anschließendem Feuerwerk. Und der Holzwerk-Ausstellung im Heimatmuseum Steglitz anlässlich des Tages des offenen Denkmals.
DIE 13 WERTE DER EMIL MOLT GEMEINSCHAFT:
GANZHEITLICH LEBEN UND LERNEN
Die Emil Molt Gemeinschaft Berlin / Zehlendorf nutzte das Jubiläumsjahr, um sich an das geistige Erbe der beiden Gründer der Waldorfschulen, Rudolf Steiner und Emil Molt zu erinnern. Im Mittelpunkt stand dabei die Auseinandersetzung um die Kernwerte des gelebten Schulalltags. In einem Leitbildprozess kristallisierten sich 13 Werte heraus, die das pädagogische Waldorfkonzept besonders gut umsetzen: Geborgenheit. Beweglichkeit. Gemeinschaftsgefühl. Freude. Mut zur Individualität. Vertrauen. Kreativität. Gesundheit. Soziale Kompetenz. Interdisziplinarität. Achtsamkeit. Leistung. Ganzheitlichkeit. Für die 60-Jahr-Feier übernahm jeweils eine Klasse der Emil Molt Schule die Patenschaft für einen Wert und übersetzte ihn in ein Veranstaltungsformat für den Schulrundgang.

WIRTSCHAFTSSYMPOSIUM „WALDORF TRIFFT WIRTSCHAFT“
RAUS AUS DER ZURÜCKHALTUNG – ANTHROPOSOHPIE IN WIRTSCHAFT UND GESELLSCHAFT JETZT!
Im Rahmen des 1. Wirtschaftssymposiums der Emil Molt Gemeinschaft diskutierten Elke Böckstiegel (Inhaberin Harmonia Partners, Leiterin des Waldorf Business Network), Jens Heisterkamp (Chefredakteur von „Info3“), Werner Landwehr (Leiter der Berliner Filiale der GLS Bank), Dr. Klaus Olbing (Partner der Rechtsanwaltskanzlei Streck Mack Schwedhelm), Sven Schlebes (Inhaber Goldene Zeiten Berlin GmbH, Mitglied des Fortschrittforums der Ebert Stiftung), Professor Dr. Martin Wiedemann (ehem. Manager bei Airbus) und Sonja Zausch (Betriebseurythmistin) unter der Moderation von Mathias Maurer (Redaktion Erziehungskunst) und Hans Hutzel (Emil Molt Akademie Berlin) das Thema „Waldorf trifft Wirtschaft“. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass Wirtschaften im 21. Jahrhundert zunehmend bedeutet, ganzheitlich Verantwortung für die beiden Bereiche Soziales und Umwelt zu übernehmen. Authentisches Handeln jenseits von schönen PR-Botschaften entstünde jedoch nur dort, wo beide Bereiche durch eine bewusste Spiritualität verbunden und mit Leben erfüllt werden. Und da sei die Waldorfphilosophie seit nunmehr fast 100 Jahren ein leuchtendes Beispiel für gelingendes (Wirtschafts)Leben, wie nicht nur an Leuchtturmunternehmen wie DM zu sehen sei, sondern vor allem an den vielen Kleinst- und Mittelständlern sowie Social Start Up-Unternehmen. Selbst ehemals von vielen Menschen belächelte Waldorfwerkzeuge wie die Betriebseurythmie fänden über Coaches und Trainer in Gesundheits-, Team- und Konfliktlösungsworkshops einen Weg in die Arbeitswelt des 21 Jahrhunderts. Und das mit zunehmenden Erfolg. Auch wenn aktuell immer noch die Debatte um bezahlbare Strukturen, Prozesse und Produkte die öffentliche Meinung und damit auch die Managementetagen der sogenannten „Wirtschaft“ beherrschen: Der Selbstermächtigungsprozess der Menschen ist ein Bewusstseinsprozess der Verbundenheit. Und hier hat Waldorf – nicht nur als Schul- sondern als Lebensmodell – eine Menge zu bieten. Auch wenn es aktuell noch nicht von jedem verstanden wird. Sowohl innerhalb der Waldorf-Community als auch außerhalb. Es ist an der Zeit, Waldorf zeitgemäß nutzbar zu machen. Um nicht nur einfach so weiterzuleben. Sondern eben anders. Und das entschieden.

WALDORFPÄDAGOGISCHE OPEN SPACE-KONFERENZ
Im Rahmen der Jubiläumswoche trafen sich die Lehrerkollegien aus der Eugen Kolisko Schule, Anni Heuser Schule, Rudolf Steiner Schule, der Waldorfschule Berlin-Südost, der Waldorfschule Märkisches Viertel, der Waldorfschule Kreuzberg, Waldorfschule Potsdam, Johannesschule, Waldorfschule Klein Machnow, Waldorfschule Berlin-Mitte, der Waldorfschule Frankfurt (Oder), der Parzivalschule sowie der Emil Molt Akademie und dem Lehrerseminar Berlin und diskutierten sehr bereichernd folgende Themen:

• Waldorflehrer – ein unmöglicher Beruf?
• Zusammenarbeit aller Menschen einer Schule – gelingt es?
• Große Klassen und Binnendifferenzierung – geht das?
• Anpassung in der Mittelstufe – wie kann sie aussehen?
• Entwicklungsförderung zwischen Möglichkeiten und Grenzen
• Individualisierung in der Oberstufe – welche Möglichkeiten haben wir?
• Selbstverwaltung an Waldorfschulen – eine Überforderung?
• Abschlüsse und Befreiung aus dem Abitur- Zwang

Am Abend wurden die Ergebnisse der Elternschaft in einem öffentlichen Schulplenum vorgestellt.

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