Schulärztin

Die Schulärztin ist als Teil des Kollegiums generell Ansprechpartnerin sowohl für Schüler, wie auch für Lehrer, Eltern und Therapeuten. Lehrern hilft sie beim Erkennen der Probleme von Schülern und berät bei Fragen zur Schulzugehörigkeit und zur Erziehung. In den pädagogischen Konferenzen arbeitet die Schulärztin vor allem bezüglich medizinisch pädagogischer Probleme mit.

Für Eltern ist die Schulärztin eine Anlaufstelle bei Problemen der Kinder sowohl im schulischen Bereich als auch im sozialen Bereich im Klassenverband. Im Zuge der Einschulungsuntersuchungen untertützt die Schulärztin mit ihrer Einschätzung.

Allgemeines zum Schularzt an der Waldorfschule

Der erste Schularzt in der Freien Waldorfschule hieß Eugen Kolisko (1893 bis 1939) und gehörte zu den österreichischen Schülern Steiners. Er war nicht nur Arzt, sondern auch Lehrer. Als Mitglied des Lehrerkollegiums kannte er die Schüler gut, untersuchte sie regelmäßig und beriet die Lehrer über Spezialfälle oder über medizinische Zusammenhänge ihres Unterrichtes.

In einem Vortrag am 24.8.1922 sprach Rudolf Steiner über die Stellung des Schularztes als Partner des Lehrers:

„ … es wird klar geworden sein, worauf alles Erziehen und Unterrichten in der Waldorfschule hinstreben soll. Es soll danach streben, aus Menschenkindern physisch gesunde und starke Menschen zu machen, seelisch freie Menschen zu machen und geistig klare Menschen zu machen. Physische Gesundheit und Stärke, seelische Freiheit und geistige Klarheit machen dasjenige aus, was die Menschheit in der zukünftigen Entwicklung auch in sozialer Beziehung gerade am meisten brauchen wird …”