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Beitrag vom · EMS-Wiki

Abitur an der Emil Molt Schule

Seit dem Schuljahr 2020/21 führt die Emil Molt Schule eigenständig bis zum Abitur — ein bewusster und sorgfältig vorbereiteter Schritt in der Geschichte der Schule. Wo Schüler:innen zuvor an andere Einrichtungen wechseln mussten, um die allgemeine Hochschulreife zu erwerben, begleitet die Schule sie heute durchgehend bis zum Abschluss. Dieser Artikel erklärt, wie der Weg zum Abitur an der Emil Molt Schule aufgebaut ist, was dabei aus der Waldorfpädagogik erhalten bleibt — und wie sich die Oberstufe von der bisherigen Klassenlehrer-Zeit unterscheidet.
Unser Kursangebot 2026/2027

Was bedeutet das Abitur an der Emil Molt Schule?

Mit dem Schuljahr 2020/21 hat die Emil Molt Schule den Weg zur allgemeinen Hochschulreife in das eigene Schulangebot integriert. Zuvor war nach der zwölften Klasse ein Wechsel notwendig, wenn Schüler:innen das Abitur anstrebten: an eine andere Waldorfschule mit eigenem Abiturzweig oder an die Emil Molt Akademie, eine Ausgründung der Emil Molt Schule, die einen eigenen Bildungsweg zur Fachhochschulreife und in soziale Berufe anbietet. Seit 2020/21 können Schüler:innen stattdessen an der Emil Molt Schule bleiben und ihren Weg bis zum Abitur fortsetzen. Diese Erweiterung verbindet zwei Anforderungen, die zunächst nicht selbstverständlich zusammengehören: die staatlichen Vorgaben für das Abitur in Berlin und die pädagogischen Grundprinzipien der Waldorfschule. Der Anspruch der Emil Molt Schule ist, beides nicht gegeneinander auszuspielen, sondern in der Oberstufe zusammenzuführen — fachlich anspruchsvoll und zugleich der Waldorfpädagogik verpflichtet. Für die Schulgemeinschaft war dieser Schritt ein bedeutender Ausbau: Er verlangte den Aufbau eines eigenen, staatlich anerkannten Kurssystems für die Klassen 12 und 13 mit entsprechend qualifizierten Lehrkräften — bei gleichzeitigem Anspruch, die charakteristischen Elemente der Waldorfpädagogik nicht aufzugeben, sondern so lange wie möglich in die Schulzeit zu integrieren.
„Man erreicht das Abitur nicht trotz der Waldorfschule, sondern mit ihr.“

Der Weg zum Abitur im Überblick

Bis einschließlich der elften Klasse folgt der Unterricht an der Emil Molt Schule derselben Systematik wie in den Klassenstufen zuvor. Erst mit der zwölften und der dreizehnten Klasse verändert sich die Unterrichtsstruktur spürbar — schrittweise, nicht abrupt.

Der Weg vor 2020/21

Vor der Einführung des eigenen Abiturzweigs führte die Emil Molt Schule bis zur zwölften Klasse. Wer im Anschluss die allgemeine Hochschulreife anstrebte, wechselte in der Regel an eine andere Waldorfschule mit eigenem Abiturzweig. Wer einen anderen Bildungsweg einschlagen wollte, konnte an der Emil Molt Akademie weiterlernen — einer Ausgründung der Emil Molt Schule, die bis heute einen eigenständigen, waldorfpädagogisch geprägten Weg zur Fachhochschulreife sowie in soziale und wirtschaftliche Berufe anbietet. Seit 2020/21 ist dieser Wechsel für Schüler:innen, die das Abitur anstreben, nicht mehr notwendig.

Bis Klasse 11: Vertraute Struktur

Bis zur elften Klasse bleibt die Unterrichtsstruktur unverändert: Hauptunterricht am Vormittag, regulärer Fachunterricht, die gewachsene Klassengemeinschaft. In der elften Klasse legen die Schüler:innen zusätzlich den Mittleren Schulabschluss ab, ohne dass sich am grundlegenden Unterrichtsaufbau etwas ändert.

Klasse 12: Hauptunterricht und erste Kurse

In der zwölften Klasse bleibt der Hauptunterricht (Epochenunterricht) fester Bestandteil des Schultages. Ergänzend beginnt im Fachunterricht die gezielte Hinführung auf das dreizehnte Schuljahr: Die Schüler:innen wählen bereits ihre Grund- und Leistungskurse, in denen sie ab diesem Zeitpunkt unterrichtet werden. Chor beziehungsweise Orchester sowie Sport bleiben in der zwölften Klasse ebenfalls Teil des Stundenplans.

Klasse 13: Konzentration auf die Kurse

In der dreizehnten Klasse entfallen Hauptunterricht und Sport. Der Unterricht konzentriert sich nun ausschließlich auf die von den Schüler:innen gewählten Grund- und Leistungskurse, mit denen sie sich gezielt auf die Abiturprüfungen vorbereiten. Chor und Orchester bleiben auch im dreizehnten Schuljahr Teil des gemeinsamen Schullebens.

Prüfungsstruktur: schriftlich und mündlich

Die Abiturprüfungen gliedern sich wie an anderen Berliner Schulen in schriftliche und mündliche Prüfungsteile: Die schriftlichen Prüfungen finden im Frühjahr statt, die mündlichen Prüfungen folgen im späteren Verlauf des Schuljahres. Beide Prüfungsphasen werden im Unterricht der Oberstufe gezielt vorbereitet.

Waldorf-Elemente bleiben erhalten

Der Hauptunterricht begleitet die Schüler:innen bis einschließlich der zwölften Klasse und tritt erst im dreizehnten Schuljahr zugunsten der vollständigen Konzentration auf die Kurse zurück. Chor und Orchester dagegen bleiben durchgehend bis zum Abschluss Teil des Schullebens — auch dann noch, wenn Hauptunterricht und Sport bereits entfallen sind. Ebenso prägen Eurythmie, Klassenspiel und Molto Vitale die Schulzeit bis in die Oberstufe hinein. Die fachliche Vertiefung für das Abitur tritt damit schrittweise neben die Waldorfpädagogik, ohne sie in den ersten beiden Kursjahren vollständig zu verdrängen.

Der MSA als Etappe auf dem Weg

In der elften Klasse legen die Schüler:innen der Emil Molt Schule den Mittleren Schulabschluss (MSA) ab. Anders als früher markiert dieser Abschluss jedoch keinen Bruch: Die Schulzeit an der Emil Molt Schule läuft nahtlos weiter — nach dem MSA wird die Schule nicht verlassen, sondern der Weg bis zum Abitur direkt fortgesetzt.

Auf einen Blick: Abitur an der Emil Molt Schule

Angeboten seit Schuljahr 2020/21
Abschluss Allgemeine Hochschulreife (Abitur), staatlich anerkannt
Struktur Bis Klasse 11 unverändert; Klasse 12 mit Hauptunterricht und ersten Kursen; Klasse 13 ausschließlich in Grund- und Leistungskursen
Prüfungen Schriftliche Prüfungen im Frühjahr, mündliche Prüfungen im späteren Schuljahresverlauf
Erhaltene Waldorf-Elemente Hauptunterricht bis Klasse 12; Chor/Orchester bis Klasse 13; Eurythmie, Klassenspiel und Molto Vitale prägen die gesamte Oberstufenzeit
MSA Abgelegt in Klasse 11 — kein Schulwechsel, Weg zum Abitur läuft nahtlos weiter
Weg vor 2020/21 Wechsel an eine andere Waldorfschule mit Abiturzweig oder an die Emil Molt Akademie (Ausgründung der EMS)
Lehrkräfte Fachlehrer:innen mit Qualifikation für die Kursstufe (Klasse 12/13)

Warum Abitur an einer Waldorfschule? — Die pädagogische Begründung

Ein Abitur, das ausschließlich auf fachliche Prüfungsleistung zielt, lässt einen wesentlichen Teil dessen aus, was Bildung nach dem Verständnis der Waldorfpädagogik ausmacht: künstlerisches Arbeiten, praktische Erfahrung, soziale Verantwortung. Die Emil Molt Schule hat sich deshalb bewusst dafür entschieden, das Abitur nicht als Fremdkörper neben die bisherige Pädagogik zu stellen, sondern die Oberstufe so zu gestalten, dass beide Ansprüche zusammenwirken. Das bedeutet konkret: Fachliche Tiefe und Prüfungsvorbereitung auf der einen Seite, künstlerische und praktische Fächer, Jahresfeste und Gemeinschaftsprojekte auf der anderen — beides bleibt bis zum Abschluss Teil des Schulalltags. Schüler:innen erreichen die Hochschulreife damit nicht trotz, sondern mit ihrer Waldorf-Schulzeit.
Was das Waldorf-Abitur verbindet Was ein rein fachlich ausgerichtetes Abitur nicht leistet
Fachliche Prüfungsvorbereitung bleibt eng verzahnt mit künstlerischen und praktischen Fächern. Eine reine Fokussierung auf Prüfungsstoff lässt künstlerisch-praktische Bildung häufig zurücktreten.
Die über Jahre gewachsene Schulgemeinschaft bleibt bis zum Abschluss erlebbar. Ein Schulwechsel für die Oberstufe unterbricht gewachsene Beziehungen und Gemeinschaftserfahrung.
Epochenunterricht und vertiefendes Lernen prägen auch die Prüfungsvorbereitung. Reiner Fachunterricht im 45-Minuten-Takt bietet weniger Raum für Zusammenhänge und Vertiefung.
Der Aufbau eines eigenen, staatlich anerkannten Kurssystems für Klasse 12 und 13 verlangt mehr als den guten Willen, Abitur anzubieten: Er setzt voraus, dass Fachlehrer:innen über die für die Kursstufe erforderliche fachliche Qualifikation verfügen, dass die Schule den staatlichen Rahmenvorgaben für Unterricht und Prüfungen entspricht und dass Waldorfpädagogik und Prüfungsanforderungen sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Dieser Aufbau war seit 2020/21 ein bewusster, schrittweiser Prozess, kein einmaliger Beschluss.

Wer unterrichtet in den Klassen 12 und 13?

In den Grund- und Leistungskursen der Klassen 12 und 13 unterrichten Fachlehrer:innen mit einer für diese Kursstufe anerkannten Qualifikation — in der Regel ein Lehramtsstudium mit entsprechender Fakultas oder eine vergleichbare, staatlich anerkannte Ausbildung. Diese fachliche Tiefe ist notwendig, um Schüler:innen zuverlässig auf ein Prüfungsformat vorzubereiten, dessen Anforderungen von staatlicher Seite vorgegeben sind. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zur bisherigen Schulzeit bestehen: Viele Oberstufenlehrkräfte kennen die Schüler:innen bereits aus früheren Unterrichtszusammenhängen, und die enge Abstimmung mit dem Kollegium der Unter- und Mittelstufe sichert, dass der Übergang in die Oberstufe pädagogisch begleitet und nicht abrupt vollzogen wird. Mehr zur Struktur der vorangehenden Schulzeit findet sich im Wiki-Artikel zum Klassenlehrer:in-Prinzip.

Häufige Fragen zum Abitur an der Emil Molt Schule

Seit wann bietet die Emil Molt Schule das Abitur an?

Seit dem Schuljahr 2020/21 führt die Schule eigenständig bis zur allgemeinen Hochschulreife. Zuvor war ein Wechsel an eine andere Schule notwendig, um das Abitur zu erwerben.

Wird die Schule nach dem MSA verlassen, wenn ein Kind nicht das Abitur anstrebt?

Nein, jedenfalls nicht unmittelbar. Der Mittlere Schulabschluss wird in der elften Klasse an der Emil Molt Schule abgelegt, markiert aber keinen Bruch: Die Schulzeit läuft danach zunächst nahtlos weiter, denn die zwölfte Klasse wird regulär an der Emil Molt Schule absolviert. Erst danach entscheidet sich, wie es weitergeht: Wer das Abitur anstrebt, setzt den Weg an der Schule selbst fort — ein Wechsel ist dafür nicht notwendig, anders als vor der Einführung des eigenen Abiturzweigs im Jahr 2020/21. Wer kein Abitur anstrebt, verlässt die Schule nach der zwölften Klasse oder wechselt beispielsweise an die Emil Molt Akademie.

Wie unterscheidet sich das Abitur an einer Waldorfschule von dem an einem staatlichen Gymnasium?

Die staatlichen Prüfungsanforderungen sind identisch — das Abitur der Emil Molt Schule ist ein reguläres, staatlich anerkanntes Abitur. Der Unterschied liegt im Weg dorthin: Epochenunterricht, künstlerische und praktische Fächer sowie die gewachsene Klassengemeinschaft bleiben Teil der Oberstufenzeit, statt einem rein fachlich getakteten Stundenplan zu weichen.

Bleiben Fächer wie Eurythmie oder Chor auch in den letzten Schuljahren erhalten?

Ja, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung: Chor und Orchester bleiben bis zum Abschluss in Klasse 13 fester Bestandteil des Stundenplans — auch dann noch, wenn Hauptunterricht und Sport in der dreizehnten Klasse bereits entfallen sind. Eurythmie sowie Projekte wie das Klassenspiel oder Molto Vitale prägen die Schulzeit bis in die Oberstufe hinein.

Wie sind die Abiturprüfungen strukturiert?

Wie an anderen Berliner Schulen gliedern sich die Prüfungen in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil: Die schriftlichen Prüfungen finden im Frühjahr statt, die mündlichen Prüfungen folgen im weiteren Verlauf des Schuljahres. Beide Phasen werden im Unterricht der Oberstufe gezielt vorbereitet.

Ist das Abitur der Emil Molt Schule staatlich anerkannt und mit anderen Abiturzeugnissen gleichwertig?

Ja. Es handelt sich um ein reguläres, staatlich anerkanntes Abitur nach den Vorgaben des Landes Berlin — gleichwertig zu jedem anderen Abiturzeugnis und uneingeschränkt gültig für Hochschulzugang und weiteren Bildungsweg.

Bis zum Abschluss ein eigener Weg

Seit 2020/21 müssen Schüler:innen der Emil Molt Schule ihre Schule nicht mehr verlassen, um das Abitur zu erreichen. Die Klassen 12 und 13 verbinden die staatlichen Anforderungen an die allgemeine Hochschulreife mit den prägenden Elementen der Waldorfpädagogik — fachlich anspruchsvoll und zugleich der eigenen pädagogischen Tradition treu.
Wenn Sie mehr erfahren möchten — über das Schulkonzept, über offene Stellen oder über eine Anmeldung Ihres Kindes — freuen wir uns über Ihre Nachricht.
Beitrag vom · EMS-Wiki

Die 8jährige Klassenlehrer*innen Begleitung

An der Emil Molt Schule begleitet ein*e Klassenlehrer*in dieselbe Klasse in der Regel vom ersten bis zum achten Schuljahr. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich klingt, ist das pädagogische Fundament der Waldorfpädagogik — und einer der Gründe, warum viele Familien sich bewusst für unsere Schule entscheiden.

Das Klassenlehrer*innen-Prinzip ist vielleicht die bekannteste und zugleich am häufigsten missverstandene Besonderheit der Waldorfpädagogik. Dieser Artikel erklärt, was es wirklich bedeutet, welche Aufgaben ein*e Klassenlehrer*in trägt — und warum echte Beziehungsarbeit der Kern guten Lernens ist.

Was bedeutet das Klassenlehrer*innen-Prinzip?

Ein*e Klassenlehrer*in begleitet ihre/seine Klasse über mehrere Jahre — im Regelfall von der ersten bis zur achten Klasse, also über acht Jahre. Während in staatlichen Schulen Lehrkräfte jährlich wechseln und Kinder sich an neue Persönlichkeiten, neue Erwartungen und neue Unterrichtsstile gewöhnen müssen, bleibt an Waldorfschulen eine zentrale Bezugsperson über einen längeren Zeitraum konstant.

Gemeint ist damit keine starre Verpflichtung, sondern eine bewusste pädagogische Entscheidung: Ein*e erfahrene*r Pädagog*in wächst mit einer Klasse und lernt jedes Kind wirklich kennen, über Jahre, in guten und schwierigen Phasen. Fachlehrkräfte kommen von Beginn an hinzu — für Sprachen, Sport, Eurythmie, Musik und Handwerk. Aber die Klassenlehrkraft bleibt das pädagogische Zentrum: Sie kennt jedes Kind, führt durch den Morgenkreis, begleitet Jahresfeste, schreibt das persönliche Zeugnis und trägt die Verantwortung für die Entwicklung der Klassengemeinschaft.

Dabei gilt: Die Begleitung kann bis zu acht Jahre dauern — sie muss es aber nicht zwingend. Manchmal ist es pädagogisch stimmig, wenn ein Wechsel in der Klassenbetreuung nach der 5. oder 6. Klasse stattfindet — etwa, wenn die eigene Qualifikation oder das pädagogische Miteinander besser zu den jüngeren Jahrgangsstufen passt als zu den Anforderungen ab der 6./7. Klasse. Entscheidend ist nicht die feste Zahl an Jahren, sondern dass die Klassenbegleitung dem Kind und der jeweiligen Entwicklungsphase wirklich dient. Ein solcher Wechsel wird, wie jeder Übergang, sorgfältig und in enger Abstimmung mit dem Kollegium vorbereitet.

„Erziehung ist Beziehungsarbeit. Das Klassenlehrer*innen-Prinzip macht Ernst damit.“

Was dabei entsteht, kann kein Schulsystem von außen herbeiführen: echtes Vertrauen. Das Kind weiß, dass diese Person es kennt — nicht aus einer Akte, sondern aus gelebter Erfahrung. Sie hat es lachen und weinen sehen, hat erlebt, wann es aufblüht und wann es kämpft. Sie kennt die Familie. Sie weiß, was das Kind im zweiten Schuljahr beschäftigt hat — und wie es jetzt, im sechsten, damit umgeht.

Die Aufgaben einer Klassenlehrkraft im Überblick

Das Aufgabenspektrum einer*s Klassenlehrer*in an der Emil Molt Schule ist bewusst weit gefasst. Es verbindet fachliche Vermittlung mit sozialer Führung und persönlicher Begleitung.

Unterricht und Fächer

Im sogenannten Hauptunterricht — einem knapp zweistündigen Epochenunterricht zu Beginn jedes Schultages — unterrichten Klassenlehrer*innen die zentralen akademischen Fächer:

  • Deutsch (Lesen, Schreiben, Grammatik, Literatur)
  • Mathematik (Grundrechnen, Geometrie, Algebra)
  • Geschichte und Kulturkunde
  • Geografie und Naturkunde
  • Biologie, Physik und Chemie (in Klassenstufe 7 und 8 ggf. unterstützt von Fachlehrkräften)
  • Zeichnen, Malen und plastisches Gestalten im Rahmen des Epochenunterrichts

Diese Fächer werden nicht täglich im 45-Minuten-Rhythmus unterrichtet, sondern in mehrwöchigen Epochen: Drei bis vier Wochen lang wird ein Themengebiet intensiv bearbeitet, bevor das nächste beginnt. Das ermöglicht Tiefe statt oberflächlicher Breite — und verlangt von der Klassenlehrkraft ein breites, interdisziplinäres Fachwissen.

Rhythmus und Gemeinschaft

Jeder Schultag beginnt mit dem rhythmischen Teil — einem gemeinsamen Ritual aus Gedichten, Liedern, Rezitationen und viel Bewegung, das den Übergang von zuhause in die Lerngemeinschaft bewusst gestaltet. Auch das Sprechen von Morgenspruch und Zeugnisspruch, einem individuell für jede*n Schüler*in zu Beginn des Schuljahres individuell verfassten bildhaften Leitspruch, der die persönliche Entwicklung, Stärken und Lernaufgaben aufgreift und ermutigen soll, gehört dazu. Die Klassenlehrkraft führt durch diesen Moment und setzt damit den Ton für den Tag.

Darüber hinaus begleitet sie die Klasse durch die Jahresfeste: Michaeli, Advent, Martinstag, Ostern, Johanni und andere Übergänge des Jahreslaufs sind an Waldorfschulen pädagogisch eingebettete Gemeinschaftserlebnisse — geplant, gestaltet und erlebt unter der Führung der Klassenlehrkraft und des gesamten Kollegiums.

Das Klassenspiel

Ein besonderer Höhepunkt im Klassenlehrer*innen-Zeitraum ist das Klassenspiel: Jede Klasse erarbeitet — in der Regel in der 8. Klasse — gemeinsam ein Theaterstück. Die Klassenlehrkraft begleitet dieses Projekt von der Textwahl über die Proben bis zur Aufführung, meist mit Unterstützung einer externen theaterpädagogischen Fachkraft. Das Klassenspiel ist Kunstprojekt, Gemeinschaftserfahrung und persönlicher Entwicklungsschritt in einem.

Die Zeugnisse

Bis zur 9. Klasse erhalten Schüler*innen an der Emil Molt Schule keine Notenzeugnisse, sondern Wortzeugnisse. Die Klassenlehrkraft und das Fachkollegium der Klasse verfassen am Ende jeden Schuljahres für jedes Kind ein individuelles Zeugnis, das den Lernweg, die persönliche Entwicklung und die Stärken und Herausforderungen des Kindes beschreibt.

Diese Zeugnisse erfordern ein hohes Maß an Kenntnis des einzelnen Kindes, die über Fachleistungen weit hinausgeht. Sie setzen jahrelange, aufmerksame Beziehung voraus und sind Dokumentationen einer lebendigen Beziehungsarbeit im Klassenalltag, die die tägliche Beziehung beschreiben und weit über bloße Leistungsangaben reichen.

Elternarbeit und Gemeinschaft

Die Klassenlehrkraft ist die primäre Ansprechperson für Eltern — über den gesamten Begleitungszeitraum. Sie führt Elterngespräche, moderiert Elternabende und hält den Kontakt zwischen Schule und Familie. Wenn dies gelingt, entsteht ein Vertrauen, das sich auf die gesamte Schulgemeinschaft überträgt.

Auf einen Blick: Das Klassenlehrer*innen-Prinzip

BegleitungszeitraumKlasse 1 bis in der Regel Klasse 8 (bis zu 8 Schuljahre); ein Wechsel nach Klasse 6 ist möglich
HauptunterrichtEpochenunterricht, zwei Stunden täglich am Morgen
FächerFormenzeichnen, Deutsch, Mathematik, Geschichte, Geografie, Naturkunde, Biologie, Physik, Chemie (stufenweise)
Ergänzt durchFachlehrer*innen für Sprachen, Eurythmie, Musik, Handarbeit, Sport/Spielturnen, Religion ab Klasse 1; ab Klasse 5 zusätzlich Plastizieren, Werken, Gartenbau
ZeugnisseWortzeugnisse statt Noten (bis Klasse 9)
KlassenspielTheaterprojekt der gesamten Klasse, meist Klasse 8
ElternarbeitKlassenlehrer*in als kontinuierliche Ansprechperson über den gesamten Begleitungszeitraum

Warum bis zu acht Jahre? — Die pädagogische Begründung

Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorfpädagogik, formulierte das Klassenlehrer*innen-Prinzip als Konsequenz aus einem grundlegenden Verständnis von Kindheitsentwicklung: Kinder brauchen in den ersten Schuljahren keine häufig wechselnden Autoritäten, sondern eine verlässliche, wachsende Beziehung zu einer erwachsenen Persönlichkeit, die sie wirklich kennt.

Modern gesprochen entspricht das dem, was die Entwicklungspsychologie als „sichere Bindung“ beschreibt: Kinder, die vertrauensvolle Beziehungen erleben, können freier lernen, sicherer explorieren und schwierige Phasen besser meistern. Die Klassenlehrkraft ist — nach der Familie — diese verlässliche Bezugsperson im Schulalltag.

Gleichzeitig weiß das Kollegium der Emil Molt Schule: Diese Bindung trägt nicht durch eine starre Vorgabe, sondern durch die Stimmigkeit der Beziehung selbst. Deshalb ist ein Wechsel der Klassenbetreuung nach der 6. Klasse möglich, wenn dies aus dem pädagogischen Selbstverständnis der jeweiligen Lehrkraft heraus sinnvoll ist — etwa, weil die eigene Stärke besonders gut zu den jüngeren Jahrgangsstufen passt. Auch ein solcher Wechsel wird sorgfältig vorbereitet und stellt die Kontinuität für die Klasse sicher.

Das bedeutet auch: Die Klassenlehrkraft erlebt das Kind in verschiedenen Entwicklungsphasen — als Sechsjähriges im ersten Schuljahr, als Neunjähriges im Rubikon, als Zwölfjähriges in der beginnenden Pubertät. Sie versteht die Entwicklungsschritte des Kindes, weil sie den Menschen kontinuierlich begleitet hat, nicht weil sie es in einer Akte nachliest.

Was Kontinuität schafftWas häufige Wechsel kosten
Die Klassenlehrkraft kennt das Kind über Jahre. Sie weiß, was es im dritten Schuljahr beschäftigt hat — und kann das im sechsten einordnen. Entwicklung wird sichtbar, weil eine Bezugsperson diese durchgehend begleitet hat.Jeder Lehrer*innenwechsel erfordert eine neue Beziehungsaufbau-Phase. Kinder, die sich erst wieder neu orientieren müssen, haben weniger Kapazität für das eigentliche Lernen.
Breite statt SpezialisierungTiefe statt Anonymität
Ein*e Klassenlehrer*in muss vom Märchen der ersten Klasse bis ggf. zur Physik-Epoche in der achten Klasse didaktisch überzeugend sein. Das verlangt kontinuierliche Eigenentwicklung — und macht die Arbeit inhaltlich außerordentlich vielfältig.Mehrere Jahre bedeuten: Man sieht, wie Kinder groß werden. Man begleitet schwierige Phasen. Man erlebt, wie frühe Begleitung später sichtbar wird. Das ist selten in einem Lehrberuf — und es ist der Grund, warum viele Klassenlehrer*innen diese Arbeit als außergewöhnlich empfinden.

Häufige Fragen zum Klassenlehrer*innen-Prinzip

Bleibt ein*e Klassenlehrer*in immer bis zur 8. Klasse bei derselben Klasse?

In der Regel ja — das ist der pädagogische Normalfall. Es kann jedoch vorkommen, dass eine Klassenlehrkraft die Klasse bewusst nur bis zum Ende der 6. Klassenstufe führt, wenn dies aus ihrem pädagogischen Selbstverständnis heraus stimmig ist — zum Beispiel, weil die eigene Qualifikation oder das pädagogische Miteinander besonders gut zu den jüngeren Altersstufen passt. Ein solcher Wechsel wird frühzeitig kommuniziert und sorgfältig vorbereitet, sodass die Klasse mit einer neuen, gut eingearbeiteten Bezugsperson weiterarbeiten kann.

Was passiert, wenn die Klassenlehrkraft die Klasse nicht mehr begleiten kann?

In manchen Fällen — Krankheit, Wechsel, unvorhergesehene Umstände — übernimmt eine andere Lehrkraft die Klasse. Das Kollegium der Emil Molt Schule kennt alle Klassen gut, da Klassen- und gemeinsame Konferenzen des Unter- und Mittelstufenkollegiums ein kontinuierliches Bild jeder Klasse sichern. Der Übergang wird sorgfältig begleitet.

Ist ein*e Klassenlehrer*in wirklich gut in allen Fächern?

Eine fundierte fachliche Qualifikation ist die Voraussetzung dafür, dass eine Klassenlehrkraft ihrer Aufgabe gerecht werden kann: Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine vergleichbare, abgeschlossene Berufsausbildung sind unabdingbar, denn nur auf dieser Grundlage gelingt es, sich in jede Epoche fachlich fundiert einzuarbeiten und die Inhalte mit Substanz und Lebendigkeit zu vermitteln. Entsprechende Sachkenntnis ist dabei keine Option, sondern Grundvoraussetzung. Ergänzt wird dies von Beginn an durch Fachlehrer*innen, insbesondere in Sprachen, Eurythmie und Handwerk, die ihre jeweilige fachliche Expertise einbringen. Die besondere Stärke der Klassenlehrkraft liegt darüber hinaus in der ganzheitlichen Kenntnis ihrer Klasse — einer pädagogischen Qualität, die auf der soliden fachlichen Basis erst aufbauen kann.

Wie können sich Eltern einbringen, wenn Fragen oder Anliegen zur Klassenbetreuung entstehen?

Das Kollegium, Elternvertreter*innen und die Schulleitung stehen jederzeit für den Austausch zur Verfügung. An Waldorfschulen wird Erziehung als gemeinsame Aufgabe von Schule und Familie verstanden — getragen von Vertrauen und offenem Dialog. Elternabende, persönliche Gespräche und eine kontinuierliche Kommunikationskultur sind fester und selbstverständlicher Bestandteil des Schullebens.

Was passiert ab der 9. Klasse?

Ab der 9. Klasse übernehmen Fachlehrkräfte den Unterricht vollständig — ähnlich wie an anderen weiterführenden Schulen. Die Schüler*innen sind dann in einem Alter, in dem die Begegnung mit verschiedenen Fachpersönlichkeiten pädagogisch sinnvoll und entwicklungspsychologisch angemessen ist. Das Klassenlehrer*innen-Prinzip hat seine Arbeit getan und wird von Klassenbetreuung abgelöst: Die Klasse steht auf einem festen Fundament.

Können auch Quereinsteiger*innen Klassenlehrer*in werden?

Ja. Ein Quereinstieg ist an der Emil Molt Schule ausdrücklich willkommen. Die berufsbegleitende Ausbildung am Waldorfseminar Berlin ermöglicht es, die waldorfpädagogische Grundlage parallel zur Arbeit zu erwerben.

Der Weg zur Klassenlehrkraft an der Emil Molt Schule

Wer Klassenlehrer*in an einer Waldorfschule werden möchte, braucht mehr als fachliche Kompetenz — gefragt ist eine pädagogische Haltung, die Kinder als werdende Menschen versteht, nicht als Leistungsträger*innen.

Ausbildungsweg im Überblick

  1. Hochschulstudium (Lehramt oder anderes Fach) ODER qualifizierter Quereinstieg aus einem anderen Berufsfeld
  2. Waldorfseminar Berlin: 2–3 Jahre berufsbegleitende Ausbildung in Waldorfpädagogik, Anthroposophie und künstlerischer Praxis
  3. Kollegiale Einarbeitung an der Emil Molt Schule: Mentoring durch erfahrene Kolleg*innen, Hospitationen, regelmäßige Konferenzen
  4. Laufende Fort- und Weiterbildung: pädagogische Konferenzen, externe Weiterbildungen, kollegiale Beratung

„Quereinsteiger*innen sind herzlich willkommen. Wir suchen Menschen, die den Beruf des/der Lehrer*in neben dem Erwerb der pädagogischen Qualifikation auch als Bereitschaft verstehen, gemeinsam mit einer Klasse zu wachsen und sie weiter zu entwickeln.“

Offene Stellen und Informationen zum Quereinstieg finden Sie auf unserer Seite für Stellenangebote.

Was eine*n Klassenlehrer*in wirklich auszeichnet

Hinter dem Prinzip stehen Menschen. Menschen, die sich bewusst für diesen Weg entschieden haben — für eine Arbeit, die keine kurzfristigen Erfolge misst, sondern auf lange Sicht wirkt.

Klassenlehrer*innen an der Emil Molt Schule sind Teil eines Kollegiums, das gemeinsam Verantwortung trägt. Sie stehen nicht allein: Konferenzen, kollegialer Austausch und die Unterstützung durch Fachlehrkräfte, Verwaltung und Schulgemeinschaft bilden das Umfeld, in dem diese Arbeit gelingen kann.

Bis zu 8 Jahre. Eine Klasse. Ein Weg.

Das Klassenlehrer*innen-Prinzip ist keine starre Regel, sondern eine gelebte pädagogische Haltung: für Beziehung statt Effizienz, für Tiefe statt häufigem Wechsel, für Menschen statt Systeme — und mit dem nötigen Freiraum, im Einzelfall pädagogisch stimmig zu entscheiden. An der Emil Molt Schule ist diese Haltung seit Jahrzehnten gelebte Praxis.

Wenn Sie mehr erfahren möchten — über das Schulkonzept, über offene Stellen oder über eine Anmeldung Ihres Kindes — freuen wir uns über Ihre Nachricht.

Zuletzt aktualisiert: 2026 · Emil Molt Schule Berlin-Zehlendorf · www.emil-molt-schule.de

Eurythmiemärchen der Klasse 10

Festsaal der Emil Molt Schule · Adolfstr. 15 · 14165 · Berlin

Die 10. Klasse lädt alle Interessierten herzlich ein zur Aufführung des Eurythmie Märchens „Die weiße Schlange“ der Brüder Grimm.
Unter Leitung von Felipe Alves, dem Eurythmie Lehrer, wird das etwa 30 Minuten dauernde Märchen am Mittwoch, den 01.07.2026 im Saal aufgeführt.

Beginn ist um 18.30 Uhr. Das Stück ist geeignet für Kinder ab Klasse 1.

Alle sind herzlich willkommen!

Die Klasse 10 mit Felipe Alves

Fête de la Musique

JFE Schottenburg · Brittendorfer Weg 16b · 14167 · Berlin

Der Chor sowie die Schülerband der Emil Molt Schule freuen sich, Sie auf der Fête de la Musique am Sonntag, den 21. Juni 2026 um 14.00 Uhr begrüßen zu können.

Seien Sie herzlich willkommen!

Ort: JFE Schottenburg in Berlin-Zehlendorf

 

 

 

8. Klass-Spiel: „Die verschwundene Miniatur“ von Erich Kästner jeweils um 19.00 Uhr

Festsaal der Emil Molt Schule · Adolfstr. 15 · 14165 · Berlin

Liebe Theaterinteressierte,

nach fünfwöchiger Probenzeit freut sich die 8. Klasse, Ihnen vom 18.-20. Juni 2026 das Stück „Die verschwundene Miniatur“ von Erich Kästner vorführen zu dürfen.

Die Inszenierung ist geeignet für Kinder ab Klassenstufe 1 und dauert ca. 2 Stunden inklusive Pause , in der wir Ihnen einen kleinen Imbiss und Getränke anbieten werden. Der Eintritt ist frei und erfolgt auf Spendenbasis. Die 8. Klasse sammelt für Ihre Segelfahrt.

Die Aufführungen werden am

Donnerstag, den 18.6.2026
Freitag, den 19.6.2026
Samstag, den 20.6.2026,  jeweils um 19.00 Uhr stattfinden.

Wir freuen uns auf Sie!

Chor- und Orchesterkonzert

Festsaal der Emil Molt Schule · Adolfstr. 15 · 14165 · Berlin

Liebe Musikfreund*innen,

wir laden Sie herzlich zu unserem diesjährigen Schulkonzert ein! Freuen Sie sich auf einen abwechslungsreichen Abend voller Kontraste, von humorvoller Programmmusik bis hin zu gefühlvollen Pop- und Filmsongs.

Das Schulorchester präsentiert den berühmten „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns, eine musikalische Parade voller Witz, Charme und klanglicher Fantasie. Außerdem erklingt „Heart of Courage“ von Two Steps from Hell.

Der Chor nimmt Sie anschließend mit auf eine emotionale Reise quer durch verschiedene Musikstile und Jahrzehnte:
Von der zeitlosen Filmmusik-Ballade „Moon River“ über das eindringliche „The Hanging Tree“ aus The Hunger Games: Mockingjay, bis zu  „Because“ von The Beatles erklingt mehrstimmige Vokalkunst.

Freuen Sie sich auf einen Abend voller musikalischer Vielfalt!

Künstlerische Leitung: Violetta Balogh-Labischinski (Chor)
Nico Schreiber (Orchester)
Einstudierung:  Johanna Hessenberg, Jan Thomas Göbel
Korrepetition: Vladimir Psavke
Stimmtrainer:    Iris Avianus, Ruth Gerner
Orchestermoderation: Johan Finck

Chor:

·  Moon River (aus Breakfast at Tiffany’s)
·  The Hanging Tree (aus The Hunger Games: Mockingjay – Part 1)
·  Suddenly I See – KT Tunstall
·  Because – The Beatles
·  Komm, süßer Tod – Johann Sebastian Bach
·  Smells Like Teen Spirit – Nirvana

Orchester:

Camille Saint-Saëns – Karneval der Tiere
T. Bergesen –  Heart of Courage

Öffentliche Monatsfeier

Festsaal der Emil Molt Schule · Claszeile 60 · 14165 · Berlin

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an unserer öffentlichen Monatsfeier teilzunehmen. Die Schüler und Schülerinnen aller Klassenstufen zeigen ihre erarbeiteten Beiträge aus dem Unterricht.

Beginn: 10.00 Uhr im Großen Saal der Emil Molt Schule, Eingang Adolfstr. 15, 14165 Berlin.

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, schauen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns auf Sie!